Katharina Henking

Geboren 1957 in Winterthur. Bürgerin von St. Gallen, Schaffhausen und Urnäsch

Aufgewachsen im Kanton Thurgau und Raum Winterthur. Längere Aufenthalte in St. Gallen und Deutschland

Lebt und arbeitet seit 1991 in Winterthur

1975 bis 1980 gestalterischer Vorkurs und Grafikfachklasse, Schule für Gestaltung St. Gallen

1982 Abstecher in den Ausdruckstanz an der Sigurd Leeder School of Dance in Herisau

Seit den frühen 1980-Jahren künstlerisch tätig. Tritt erstmals mit Jazzplakaten in St. Gallen an die Öffentlichkeit

Seit 1995 Ausführung verschiedener Kunst- und Bau-Projekte

1996 und 1997 Werkbeitrag des Kantons Zürich
1999 Werkbeitrag der Esther Matossi-Stiftung
2011 Kunstpreis der Carl Heinrich Ernst-Kunststiftung Winterthur
2017 Vergabe Berlin- Atelierstipendium der Stadt Winterthur, Februar bis Juli 2018

2006 bis 2007 kuratorische Mitarbeit für die oxyd Kunsträume, 2011 bis 2013 für das Raiffeisen Kunstforum, Winterthur

2007 Mitbegründung und seit 2011 Leitung der Gesprächsreihe Café des Arts Winterthur in Kollaboration mit der Kunsthalle Winterthur ⟶ cafe-des-arts.winterthur.ch

Seit 1996 Mitglied der Künstlergruppe Winterthur. 1998 bis 2011 Vorstandstätigkeit, 2000 bis 2010 Leitung der Geschäftsstelle ⟶ www.kuenstlergruppe.ch

Seit 1998 Mitglied der Visarte Sektion Zürich ⟶ www.visarte.ch

Seit 2013 Mitglied der städtischen Kunstkommission Winterthur

Seit 1993 Werke in den Kunstsammlungen der Stadt La Chaux-des-Fonds, der Stadt Winterthur, des Kantons und der Stadt Zürich, der Crédit Suisse und der UBS, Hotel Park Hyatt, Zürich, Kunstmuseum Bern und in der privaten Kunstsammlung Artbon, Arbon

 

Werkentwicklung

Seit Beginn des künstlerischen Schaffens in den 1980-Jahren Entwicklung eines vielschichtigen Werks, das die übergeordneten Begriffe «Arbeiten» auf Papier und «Zeichnung» in verschiedenen Techniken und Richtungen auslotet und geprägt ist von einer unentwegten Experimentierlust.

Der Papierschnitt – ein in der Machart radikaleres Gestaltungsmittel – gewinnt in den 1990-Jahren an Bedeutung. Die in dieser Technik entwickelten und meist direkt auf die Wand applizierten Werke sind oft raumsprengend und durchbrechen architektonische Setzungen.

Inhaltlich kreisen die Arbeiten vorwiegend um Themen der Gewalt, Bedrohung und die Verlorenheit des Individuums, meist unter dem Deckmantel einer «schönen» Fassade.

Bis 2013 entstehen vereinzelt skulpturale Werke. Nach einer künstlerischen Zäsur gehört das dreidimensionale Schaffen in den letzten Jahren zum festen Repertoire. Die räumlichen Inszenierungen, Hängeskulpturen und Mobiles oszillieren je nach Umsetzung zwischen Zeichnung und Skulptur, Fläche und Raum, minimaler Strenge und organischem Gewächs.

In jüngster Zeit erweitert Fundmaterial aus dem alltäglichen Umfeld und der Natur als reichste Materialquelle den Werkstoff Papier.